SG Pasta al dente
 
 

Glutenfreie Nudeln sind matschig?

 

Wir sagen dazu ganz klar NEIN!

 
   
 

Man muss sie eben richtig kochen. Und mit ein klein wenig Interesse zum Detail werden auch Sie mit diesen Tipps und Tricks schnell zum Nudel-Kochprofi in jeder Liga.

Wie ihre glutenhaltigen Verwandten möchten auch glutenfreie Nudeln in ausreichend Salzwasser schwimmen. Die allgemeine Schwimmregel lautet: 100 g Nudeln in 1 Liter kochendes Wasser geben, das mit 10 g Salz nach mehr schmeckt. Egal ist hier, wann ihr das Salz zugebt, denn bei der geringen Menge erhöht sich die Siedetemperatur des Wassers nur minimal. Vielleicht gleich am Anfang rein damit, dann könnt ihr es später nicht vergessen.

Anders als bei glutenhaltigen „Normalos“ erleichtert Öl dem Genießer bei glutenfreien Nudeln das Handling nicht erst im Nachhinein. Irrtümlich als „Anti-Kleber“ gefeiert, schwimmt Fett im Kochwasser frei oben auf, während die ahnungslosen Nudeln unten davon nichts mitbekommen. Auch beim Abgießen verschwindet es als erstes im Abfluss, gefolgt von Salzwasser, bis sich zu guter Letzt auch die Nudeln ins Sieb bequemen. Bei glutenfreien Nudeln hat Öl im Kochwasser eine andere Funktion: Es reduziert das typische Schäumen. Da bei den meisten Produkten besonders eiweißhaltige Pseudogetreide und Hülsenfrüchte verwendet werden, bildet sich beim Kochen viel Schaum. Wer keine Schaumparty auf dem Herd geben möchte, gibt 1 EL Öl zu den Nudeln ins Badewasser und lässt den Deckel unten.

Folgt noch der Part mit Fingerspitzengefühl: Glutenfreie Nudeln garen im warmen Zustand viel schneller nach als glutenhaltige. Beim Kochen an den gewünschten Garpunkt ran testen und dann sofort raus mit den Schwimmlingen, wenn sie noch etwas zu bissfest sind und gleich servieren. Stehen Nudelsalat oder Nudel-Puffer auf eurem Speiseplan, Nudeln schnell und gründlich abschrecken, bis sie kalt sind. So garen sie nicht mehr nach. Hier gilt die Devise: Die Sauce wartet auf die Nudeln. Sobald diese dann lässig im Sieb schwimmen, etwas Butter oder Öl untermischen und gleich servieren. Passend für die italienische Handhabe: Nudeln abgießen, mit etwas Kochwasser zur Sauce geben und schnell servieren. Ihr merkt, hier ist zwar Zeit nicht Geld, aber sie entscheidet, ob ein bissfestes oder matschiges Vergnügen auf euren Tellern landet.

Und das Ende der Geschichte von matschigen oder nicht matschigen Nudeln ist: Es ist eigentlich gar nicht schwer, glutenfreie Nudeln mit echtem Biss zu kochen.

Gutes Gelingen und noch besseren Appetit wünscht das Team von Seitz glutenfrei

 
 
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